Punktwolke zu Allplan: Bestandsdokumentation der Erich-Kästner-Schule Füssen

87629 Füssen, Bayern
.prj · IFC2x3 · QC-Report
Punktwolke zu Allplan bezeichnet den Prozess, bei dem 3D-Laserscandaten (Punktwolken) in ein natives BIM-Modell in der Software Allplan überführt werden. Das Ergebnis ist eine vollständig editierbare .prj-Projektdatei mit parametrischen Allplan-Bauteilen, Attributen und georeferenzierter Projektstruktur – direkt nutzbar für Bestandsdokumentation, Sanierungsplanung und öffentliche Ausschreibungen nach HOAI.
Die Erich-Kästner-Schule in Füssen – ein Sonderpädagogisches Förderzentrum des Landratsamts Ostallgäu – stand vor einer Sanierungsmaßnahme. Die Punktwolke lag bereits vor. Was fehlte, war ein vollständig bearbeitbares, natives Allplan-BIM-Modell. VMT Solutions übernahm diesen Schritt: von der Qualitätsprüfung der Scandaten bis zur termingerechten Modellübergabe in 12 Arbeitstagen.
Die Ausgangssituation

Das beauftragende Vermessungsbüro hatte die Erich-Kästner-Schule an der Feistlestraße 3 in Füssen bereits vollständig mit einem 3D-Laserscanner erfasst. Das Gebäude steht als Sonderpädagogisches Förderzentrum unter der Trägerschaft des Landratsamts Ostallgäu und wurde für eine bevorstehende Sanierungsmaßnahme dokumentiert – präzise Scandaten lagen vollständig vor.
Die Herausforderung lag nicht in der Datenqualität, sondern in der Kapazität: Die interne BIM-Modellierungskapazität im Vermessungsbüro war durch parallele Projekte ausgelastet. Ohne externe Unterstützung hätte sich die Übergabe an den Auftraggeber verzögert. Das Gebäude selbst stellte typische Anforderungen eines gewachsenen öffentlichen Baubestands:
- Mehrere Baukörper aus verschiedenen Bauphasen mit abweichenden Geschosshöhen
- Komplexe Dachgeometrien über Hauptgebäude und Anbauten
- Treppenkerne und Verbindungsgänge mit eingeschränkten Sichtverhältnissen
- Außenanlagen mit Erschließungsflächen, Rampen und Geländemodell
Was bedeutet „native Allplan-Modellierung“?

Der Begriff ist für das Projekt entscheidend, weil er einen wesentlichen praktischen Unterschied markiert.
Modell aus anderer Plattform
Ein Modell wird in Revit oder Archicad erstellt und als IFC exportiert. Allplan kann die Datei öffnen, aber Bauteile sind nicht parametrisch, Attribute nicht korrekt verknüpft.
- Keine editierbaren Allplan-Objekte
- Erheblicher Nachbearbeitungsaufwand
- Attributstruktur nicht kompatibel
- Kein Allplan-Projektstandard
Direkt nutzbare .prj-Projektdatei
Das Modell entsteht von Beginn an in Allplan – mit Allplan-Bauteilen, Attributen und der projektspezifischen Ordnerstruktur des Auftraggebers.
- Vollständig editierbare Allplan-Objekte
- Kein Konvertierungsaufwand
- Attributstruktur nach Bürostandard
- Nahtlose Integration in bestehende Workflows
Für das Landratsamt Ostallgäu, das Allplan als Planungsstandard nutzt, war ein natives Allplan-Modell keine Option, sondern Voraussetzung – für Leistungsphasen 3 bis 5 nach HOAI, für Ausschreibungsunterlagen und für die Abstimmung mit ausführenden Unternehmen.
Der Workflow Schritt für Schritt

Die gelieferte Punktwolke (Format: E57) wurde vor Beginn der Modellierung inhaltlich geprüft – nicht nur auf Format, sondern auf vollständige Abdeckung aller Gebäudebereiche.
- Vollständigkeit aller Geschosse in Haupt- und Nebengebäude
- Registrierungsqualität zwischen Einzelscans (Fehlertoleranz < 5 mm)
- Kritische Bereiche: Treppenkerne, Verbindungsgänge, Dachaufbauten
- Punktdichte im Verhältnis zum vereinbarten LOD 300
Die Punktwolke trug das Koordinatensystem des Vermessungsbüros (ETRS89). Dieses System wurde direkt in das Allplan-Projekt übernommen. Das BIM-Modell ist damit lage- und höhengenau positioniert – relevant für die spätere Kombination mit Lageplanunterlagen und Geobasisdaten des Landratsamts.
Vor der Modellierung wurde die Projektstruktur in Allplan eingerichtet: Teilbilder pro Geschoss und Baukörper, Layerstruktur nach Bürostandard, Attributzuweisungen für Raumbezeichnungen und Bauteileigenschaften. Die Konfiguration orientierte sich an den Vorgaben des beauftragenden Büros.
Die Modellierung erfolgte in Allplan mit direkter Referenzierung der Punktwolke. Folgende Bauteile wurden im Rahmen von LOD 300 erfasst:
- Tragwerk und Architektur: Außen- und Innenwände, Stützen, Decken, Dachkonstruktion (ausgewählte Bereiche LOD 350), Fenster- und Türöffnungen mit Laibungsdetails, Treppen, Rampen, Brüstungen
- Außenanlagen: Geländemodell aus Punktwolkendaten, Erschließungsflächen, Rampen, Außentreppen
Jedes Bauteil orientiert sich ausschließlich an den messbaren Geometrien der Punktwolke – keine interpolierten oder angenommenen Maße.
Nach Abschluss der Modellierung wurde das Allplan-Modell systematisch gegen die Punktwolke zurückgeprüft. Ein QC-Report (PDF) dokumentiert:
- Maßgenauigkeit (Sollwert ± 15 mm für LOD 300, erreicht)
- Bereiche mit Punktwolkenlücken und getroffene Annahmen
- Hinweise zu Sonderbereichen der Dachgeometrie (LOD 350)
Lieferumfang nach 12 Arbeitstagen:
- Allplan-Projektdatei (.prj) in der vom Auftraggeber genutzten Version
- IFC-Export (IFC2x3) für den interdisziplinären Austausch
- QC-Report als PDF
- Kurzdokumentation zur Projektstruktur
LOD-Stufen: Was war im Projekt realistisch?

| LOD | Inhalt | Typischer Anwendungsfall | Im Projekt |
|---|---|---|---|
| LOD 200 | Massenbauteile, keine exakten Abmessungen | Frühphase, Kostenschätzung | Nicht gefordert |
| LOD 300 | Bauteilgenaue Geometrie, reale Abmessungen, vollständige Öffnungen | Genehmigungs- und Entwurfsplanung, Bestandsdokumentation | Standard des Projekts |
| LOD 350 | Wie LOD 300, ergänzt um Anschlussdetails | Koordinationsmodell, interdisziplinäre Planung | Dachgeometrie (ausgewählt) |
| LOD 400 | Fertigungsrelevante Genauigkeit | Denkmalpflege, Industrieprojekte | Nicht Bestandteil |
Für öffentliche Schulgebäude und Sanierungsprojekte ist LOD 300 der praxisgerechte Standard. Er deckt Leistungsphasen 3 bis 5 ab und liefert die Genauigkeit, die für Ausschreibungsunterlagen und Planungskoordination erforderlich ist. Die Dachbereiche der Erich-Kästner-Schule wurden aufgrund ihrer konstruktiven Komplexität partiell in LOD 350 ausgeführt.
Herausforderungen im Projekt

Mehrphasiger Gebäudebestand
Haupt- und Nebengebäude entstammen verschiedenen Bauphasen. Geschosshöhen weichen voneinander ab, Übergangsbereiche sind konstruktiv nicht einheitlich. Jede Anschlussstelle wurde auf Basis der Punktwolke einzeln analysiert und dokumentiert.
Dachkonstruktion mit Verformungen
Historische Dachelemente zeigen Setzungen und Verformungen. Die Geometrie wurde auf Basis der tatsächlichen Scandaten modelliert – ohne geometrische Vereinfachungen. Abweichungen sind im QC-Report dokumentiert.
Punktwolkenlücken in Technikbereichen
Ein Technikschacht und ein Kellerbereich waren in der Punktwolke nicht vollständig erfasst. In diesen Bereichen wurden plausible geometrische Annahmen getroffen und transparent im QC-Report ausgewiesen.
Versionskompatibilität
Allplan-Projekte sind versionsgebunden. Das Modell wurde in der vom beauftragenden Büro genutzten Allplan-Version geliefert. Die Versionsnummer wurde bei Auftragserteilung abgestimmt.
Ergebnis: Ein direkt nutzbares Allplan-Modell
Das Vermessungsbüro erhielt nach 12 Arbeitstagen ein vollständiges, natives Allplan-Modell der Erich-Kästner-Schule Füssen, das sich ohne Konvertierungs- oder Anpassungsaufwand in den Planungsworkflow des Landratsamts Ostallgäu einfügte. Einen ähnlichen Umfang haben wir für die Staatsbibliothek zu Berlin realisiert – 170.000 m² Bestandserfassung, nativ in LOD 300.

VMT Solutions
Sie scannen – wir unterstützen alle nachgelagerten Leistungen, von der Punktwolke bis zum nativen BIM-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Ein natives Allplan-Modell wird direkt in Allplan erstellt – mit Allplan-Bauteilen, Attributen und projektspezifischer Ordnerstruktur. Es ist vollständig editierbar und lässt sich ohne Anpassungsaufwand in bestehende Allplan-Workflows integrieren. Ein IFC-Import enthält zwar Geometrie, aber keine parametrischen Allplan-Objekte – Anpassungen erfordern erheblichen Nachbearbeitungsaufwand.
Wir arbeiten mit allen gängigen Formaten: E57, RCP, LAS, FLS, LAZ, XYZ und PTX. Bei herstellerspezifischen Formaten empfehlen wir eine Vorabkonvertierung durch das Vermessungsbüro.
Für Bestandserfassung und Sanierungsplanung ist LOD 300 der praxisgerechte Standard. Er deckt Leistungsphasen 3 bis 5 ab und liefert bauteilgenaue Geometrie, reale Abmessungen und vollständige Öffnungen. Ausgewählte Bereiche können auf LOD 350 oder LOD 400 ausgebaut werden, soweit die Punktwolke das hergibt.
Das hängt von Größe, Komplexität und vereinbartem LOD ab. Das Modell der Erich-Kästner-Schule Füssen wurde in 12 Arbeitstagen geliefert. Bei neuen Projekten stimmen wir nach Sichtung der Punktwolke einen verbindlichen Terminplan ab.
Die Übergabe umfasst standardmäßig die Allplan-Projektdatei (.prj) in der vom Auftraggeber genutzten Version, einen IFC-Export (IFC2x3) auf Anfrage sowie einen QC-Report als PDF mit Maßgenauigkeitsnachweis. Die Datenübergabe erfolgt über das VMT Solutions Kundenportal, per WeTransfer oder über einen gesicherten Datentransferkanal.
Scan to BIM für öffentliche Gebäude bezeichnet den Prozess, bei dem ein Bestandsgebäude mit einem 3D-Laserscanner erfasst wird und die Punktwolkendaten in ein natives BIM-Modell überführt werden. Für kommunale Liegenschaften, Schulen und Verwaltungsgebäude in Bayern und Deutschland wird dabei häufig Allplan als BIM-Plattform eingesetzt. VMT Solutions liefert diese Modelle im LOD 300 – direkt einsetzbar für Leistungsphasen 3 bis 5 nach HOAI, für Ausschreibungsunterlagen und für die Planungsabstimmung mit ausführenden Unternehmen.
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Nguyen Huynh (Rainer)

Über den Autor:
Nguyen Huynh (Rainer) ist Geschäftsführer von VMT Solutions und spezialisiert auf Point-Cloud-to-BIM-Workflows für Vermessungs-, Planungs- und Ingenieurbüros im DACH-Markt. Sein Fokus liegt auf präzisen BIM-Modellen, klaren Qualitätsstandards und langfristigen Partnerschaften im deutschsprachigen Raum.
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\n\n„Ihre Pläne sind perfekt, so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen. Das sind Zeichnungen von höchster Qualität, das muss ich sagen. Ich möchte Ihnen noch einmal meinen herzlichen Dank für Ihre Arbeit aussprechen.“
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VMT hat für unser Forschungsprojekt ein großes Industriegebäude in 3D modelliert. An VMT geliefert wurden DWG-Pläne. Herausgekommen ist ein sehr detailgetreues Modell aus Gebäudehülle, Innenwänden, Durchbrüchen und Treppen. Vorher wurde eine deutsche Firma mit dem gleichen Objekt beauftragt, das hat leider gar nicht geklappt. Umso erleichterter war ich, dass VMT das so zuverlässig hinbekommen hat. Vielen Dank für die tolle Arbeit und den wirklich fairen Preis!
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Sehr zuverlässige Firma, zuvorkommende Mitarbeiter und top Arbeit. Unsere Pläne wurden sehr schnell und genau erstellt. Vielen Dank dafür. Sehr zu empfehlen.
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Top Beratung und hohe 3D-Modellierungsqualität zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis… Was will man mehr? Kann ich wärmstens empfehlen…
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